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20 Fakten zum Darm

Aktualisiert: 10.08.2020

 

“Der Darm als Zentrum für unsere Gesundheit und mehr Lebensqualität”

Immer mehr Menschen erkennen, dass Gesundheit und Schmerzfreiheit an einen gesunden Darm gekoppelt sind. Besonders Menschen die von Allergien geplagt oder chronisch krank sind, sehen in einer Darmsanierung eine vielversprechende Möglichkeit endlich Heilung oder zumindest eine Linderung zu erfahren. Das Thema Darm findet zum Glück immer mehr Einzug in unsere Gesellschaft, obwohl es noch zu wenig Aufklärung durch ärztliche Fachleute gibt, die z.B. ihren Patienten den Hinweis auf den Darm geben oder gar die Behandlung dahin lenken.

 

 

Unser Darm ist zu vergleichen mit dem Boden, worin Leben gedeiht und eine Wechselbeziehung stattfindet. Viele der unzähligen kleinen Helfer im Darm (Mikrobiom) finden sich in der Natur und regulieren den Boden, damit dieser fruchtbar und nährstoffreich bleibt. Es ist deshalb sinnvoll, dass wir Menschen etwas mehr über den Darm erfahren, ihn schätzen lernen und ihn durch eine gute, überwiegend pflanzliche Kost, pflegen und sauber halten.

 

Die Fakten:

1.

Über 80% unserer Immunabwehr liegt im Verdauungstrakt. Ein gesunder Darm schützt uns vor schädlichen Keimen, Parasiten, Pilzen und Giftstoffen. Das Immunsystem ist das Regelwerk für unserer Gesundheit.

 

2.

Von allen körpereigenen Immunzellen sind über 70% im Dünn- und Dickdarm angesiedelt.

 

3.

Das Mikrobiom (Ökosystem alle Mikroorganismen) dient unserem Immunsystem als Trainingspartner und ist eminent für die Entwicklung eines guten Immunsystems bei Neugeborenen und Kleinkindern.

 

4.

90% der Bakterien in unserem Körper befinden sich im Darm. Nur 10% auf der Haut, der Mund- und Nasenschleimhaut und den Geschlechtsorganen.

 

5.

In den Nervenzellen des Darms werden ca. 35 Botenstoffe produziert und das mit Hilfe von Darmbakterien. Bekannte Botenstoffe bzw. Neurotransmitter, die Einfluss auf unsere Stimmung haben, sind GABA, Dopamin und Serotonin (95% der Produktion im Darm).

 

6.

Darmbakterien verhalten sich opportunistisch. Das heisst, wenn wir durch falsche Ernährung, viel Stress oder Medikamente die Darmflora negativ beeinflussen, so verschiebt sich das Gleichgewicht hin zu schädlichen Bakterien.

 

7.

Es braucht nach einer Antibiotikaeinnahme ca. ein halbes Jahr bis sich die Darmflora wieder vollständig erholt.

 

8.

Milchsäurebakterien (Bifidobakterien und Laktobazillen) und einige andere Bakterienfamilien zählen zu den gesundheitsfördernden Bakterien, die die Darmflora in ein positives Milieu bewegen, besonders neutrale Bakterien und verwandte Bakterientypen werden damit zusätzlich gestärkt.

 

9.

Viele Milchsäurebakterien können über die Nahrung aufgenommen werden und dabei den Magen passieren, da sie auch tiefe pH-Werte überleben.

 

10.

Darmbakterien produzieren kurzkettige Fettsäuren (z.B. Propionsäure), die cholesterinsenkend, appetitzügelnd und entzündungshemmend sind. Diese kurzkettigen Fettsäuren liefern dem Darm neue Energie für die Verdauungstätigkeit.

 

11.

Der biologische Verdauungstrakt entwickelte sich evolutionär lange vor dem Gehirn. Er steuert viele Prozesse autonom.

 

12.

Die «Darm-Hirn-Connetion» bezeichnet den wechselseitigen Informationsaustausch zwischen zwei durch Nervenzellen (Neuronen) verbundene Systeme.

 

13.

Über den «Vagus-Nerv» werden gegen 90% der Signale vom Darm zum Hirn gesendet und nicht umgekehrt.

 

14.

Der «Vagus-Nerv» ist der grösste Nerv des Parasympathikus, der wiederum als Gegenspieler zum stress- und anspannungsgesteuerten Sympathikus-Nervensystem wirkt.

 

15.

Stimmungsschwankungen, Depressionen, schlechtem Erinnerungsvermögen oder Konzentrationsschwäche geht meistens mit einer gestörten Darmflora einher, die zu wenige Signalstoffe für das Gehirn produziert.

 

16.

Bei Studien mit Mäusen konnte nachgewiesen werden, dass bestimmte Darmbakterien das Verhalten der Mäuse wesentlich beeinflussen. Charakterlich von extrovertiert und draufgängerisch zu zurückhaltend und scheu. Auch bei Darmbakterientransplantationen von depressiven Menschen zu Mäusen konnten deutliche Verhaltensveränderungen der Tiere festgestellt werden, wie man sie nur bei depressiven Menschen kennt.

 

17.

Damit unser Darm nicht träge wird, muss die Peristaltik (Muskeltätigkeit der Hohlorgane) angeregt werden und zwar durch ballaststoffreiche Nahrung. Durch industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln verschwinden viele für den Darm wichtige Ballaststoffe. Diese Fertiglebensmittel beinhalten oft noch Konservierungsstoffe, die unsere Darmflora schädigen können.

 

18.
Menschen, die regelmässig zu Abführmitteln greifen, stören die natürliche Peristaltik und fördern damit längerfristig Verdauungsbeschwerden.

 

19.

Nicht alle nützlichen Bakterien können wir uns über die Nahrung zufügen. Deshalb ist es wichtig, diese Bakterien mit ballaststoffreicher Nahrung zu füttern.

 

20.

Der Darm unseres nächsten Verwandten, dem Schimpansen, ist kaum vom menschlichen Darm zu unterscheiden. Der Schimpanse ist ein Allesfresser und ernährt sich zu 85-90% pflanzlich mit Früchten, Nüssen, Samen, Kernen und wenigen Kräutern und Wildpflanzen. 10-15% der Ernährung wird mit Insekten und Kleintieren gedeckt.

 

Hier kannst du noch mehr zum Darm und der Darmflora erfahren

 

 

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